Apfelweinprobe: Possmann Apfelwein
Dies ist die 2. Apfelweinprobe, dieses mal wurde der Apfelwein aus der Kelterei Possmann getestet. Seit dieser Apfelweinprobe haben sich die Bewertungskriterien auch etwas geändert, die jetzigen Kriterien sollten etwas mehr aussagekräftig sein als die alten. Wenn ihr aber der Meinung seit das man noch nach einem anderen Punkt den Apfelwein bewerten soll schreibt es einfach in den Kommentaren.
Neu dazu kam jetzt der Punkt Geruch, denn es ist ja wichtig das ein Apfelwein auch nach einem klaren Apfelaroma riecht. Außerdem wurde der Geschmack in einem Kriterium zusammen gefasst.
Jetzt aber wieder zur eigentlichen Apfelweinprobe, dje Firma Possmann besteht schon seit dem Jahr 1881. Seit Ende 2003 ist der Familienbetrieb in der 5. Generation, diese Kelterei weiß also schon sehr lange wie man guten Apfelwein herstellt.
Der Apfelwein hat einen recht frischen aber doch herben Geschmack. Ein sehr gutes Geschmackserlebnis was man weiter empfehlen kann.
| Flaschen Design: | |
| Geruch: | |
| Geschmack: | |
| Süffig: | |
| Preis / Leistung: | |
| Gesamteindruck: | |
15. February 2010 um 20:16 Uhr
So löblich ich es auch finde, dass sich jemand dem Apfelwein widmet und auch noch darüber berichtet in der Hoffnung, Andere würden daraus lernen, muss ich doch hier Kritik anbringen.
Ohne überheblich klingen zu wollen, bedarf es doch ausführlicherer Kriterien und Erfahrungswerte, um Apfelwein vergleichend bewerten zu können. Wenn ich hier für die Industrieware Possmann, der bis an die Grenze der erlaubten Schwefelung von 190mg/l bei Flaschenware geht, bei Geruch und Geschmack 4-5/5 Punkten, bei “Süffigkeit” (was ist das?) 5 Punkte vergeben sehe, muss ich zweifeln.
Wenn dann noch die Al.di-Brühe – die übrigens von der Kelterei Heil aus Laubus-Esch aus Konzentrat hergestellt wird – “keltern” wäre hier der falsche Ausdruck – ebenfalls 4 Punkte bekommt, zweifle ich noch mehr. Gerade diese Flüssigkeit hat bei drei von mir besuchten Verkostungen jeweils den letzten Platz belegt und ist nach normalen sensorischen Kriterien eigentlich nicht trinkbar.
Es würde zu weit führen, hier ein Seminar über Apfelwein abzuhalten. ich empfehle die Teilnahme am Annelsbacher Apfelweintag (23.02.10) im Hotel Dornrös’chen, Höchst-Annelsbach oder die Veranstaltung “Apfelwein im Römer” am 07.03.10 (Info http://www.apfelwein-im-roemer.de)
Sollte weiteres Interesse an einem Meinungsaustausch bestehen, bin ich unter der angegebenen e-postadresse erreichbar.
Gude secht
de fressack
15. February 2010 um 20:29 Uhr
Vielen dank für deinen ausführlichen Kommentar, du hast ja einiges an Erfahrungen mit dem Thema Apfelwein. Vor allem dein Hintergrundwissen auch zum Keltern etc. finde ich sehr interessant.
Zum Thema Süffig damit meinen wir das der Apfelwein zum Trinken einlädt. Du hast recht das ist vielleicht kein Kriterium was direkt für die Qualität von einem Apfelwein spricht aber wir haben uns gedacht das es den ein oder anderen interessieren könnte.
Wahrscheinlich kann man sich auch ein besseres Bild von den verschiedenen Apfelweinen machen wenn man alle direkt nacheinander probiert und diese dann bewertet.
Was sind eigentlich deiner Meinung nach gute Kriterien für eine Apfelweinprobe?
16. February 2010 um 11:11 Uhr
Am besten natürlich vergleichend, d.h. gleiche Schoppen verschiedener Kelterer oder verschiedene Schoppen eines Kelterers.
Mehr hier (ich habe nicht soviel Zeit)
http://de.mimi.hu/wein/degustation.html
Ich warne übrigens vor dem Glauben an Speierling. Die meisten der sogenannten Weine enthalten überhaupt keinen. Die Menge Speierling, die in Deutschland geerntet wird, würde nicht ausreichen, um allein den sogenannten “Echten Speyerling” der Farbwerke Höhl zu versorgen.
Ich rate wirklich zum besuch des Römers am 7.3. Das ist eine umfassende Erfahrung.
Weiter gibt es im März noch die Apfelweinmesse im Darmstädter Darmstadtium. Auch nett, im kleineren Rahmen.