Apfelwein-Kelterei – eine Tradition mit Geschmack

© twibi / PIXELIO.de
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Apfelweine gibt es in vielen Ländern Europas. Ob der französische Cidre, der britische Cider oder die spanische Sidra – alle haben eines gemeinsam: den unverwechselbaren frisch herben Geschmack des Apfels. Der vergorene Saft macht es zu einem erfrischenden Getränk, dessen Alkoholgehalt recht gering ist und an heißen Sommertagen in der gespritzten Variante mit Mineralwasser eine willkommene Abkühlung für Körper und Geist ist.

In unseren Gefilden hat der Apfelwein vor allem im hessischen Raum Tradition. Auf zahlreichen Obstwiesen wachsen die verschiedensten Sorten heran, welche später dann in Keltereien zu köstlichem Apfelwein verarbeitet werden. Diese Äpfel haben nichts mit den auf Hochglanz polierten Supermarktäpfeln zu tun. Diese sind optisch sicherlich nicht die Schönsten, aber geschmacklich genau richtig für den Apfelwein. Feine Säure und ein kräftig herber Geschmack zeichnen diese Apfelsorten aus. Der Geschmack des Apfelweines ist in erster Linie abhängig von der verwendeten Sorte. Aber auch die Art und Weise des Gärungsprozesses beeinflusst den Geschmack. Ausschlaggebend ist hier vor allem, ob dem Ganzen noch Hefe zugefügt wird oder nicht. Auch der Ort der Gärung ist entscheidend. Nämlich ob der Saft in Holzfässern oder in Stahltanks gärt.

Um eine richtige Vorstellung von der Herstellung des Apfelweines zu bekommen, ist ein Besuch in einen der vielen Keltereien sehr zu empfehlen. Es gibt in Hessen unzählige große und kleinere Keltereien mit einer sehr langen Tradition. In Frankfurt am Main findet man die Kelterei Possmann. Ein Familienunternehmen mit Erlebnisgastronomie und Kelterei. Die Kelterei Stier in Maintal-Bischofsheim und die Kelterei Stenger in Goldbach bei Aschaffenburg bieten auch Besichtigungen ihrer Keltereien an. In den Kellergewölben kann man so einiges über die Handwerkskunst der Apfelwein Kelterei erfahren. Bei einer Apfelweinprobe wird der Besucher mit witzigen Anekdoten aus alten Zeiten und interessanten Geschichten rund um den vergorenen Most köstlich unterhalten. Eine Besichtigung ist unumgänglich, wenn man etwas mehr über die Hintergründe des hessischen Traditionsgetränks erfahren möchte.

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