Das hessische Nationalgetränk

Was dem Bayer sein Bier ist, ist dem Hessen sein „Stöffsche“; so oder so ähnlich könnte man die Beziehung der Hessen zu ihrem Apfelwein beschreiben. Doch woher kommt eigentlich die innige Beziehung zu diesem „Ebbelwoi“?

Die Geschichte des Apfelweins

Fest steht, dass die Germanen, bereits bevor die Römer kamen, mit der Herstellung des Apfelweins vertraut waren. Die Niederlassung der Römer am Rhein belebte allerdings die Obstweinproduktion, da diese neue Obstsorten ins Land brachten, welche das einheimische Wildobst allmählich verdrängten.

Das erste Mal erwähnt wird der Apfelwein in Frankfurt im 17. Jahrhundert, als per Ratsverordnung von 1638 eine Reinhaltungsbestimmung festgelegt wurde, an die sich die Apfelweinkelterer noch heute halten müssen. Im Jahr 1754 wurde schließlich die erste Schankerlaubnis für Apfelwein in Frankfurt erteilt. Allerdings hatte der Apfelwein zu der damaligen Zeit noch keinesfalls den Status eines Traditionsgetränkes, wie er es heute inne hat. Damals galt der „Äppler“ vielmehr als Gelegenheitstrank für arme Leute, der vorwiegend zu Hause produziert wurde. In der damaligen Zeit galt vielmehr der hervorragende Wein des Rhein-Main Gebiets als Frankfurter Traditionsgetränk. Allerdings verlor dieser Wein nach und nach seinen guten Ruf durch den Verfall der Weinkultur, welcher durch Klimaveränderungen, militärische Verwüstungen im Rhein-Main Gebiet und der aus Amerika eingeschleppten Reblaus hervorgerufen wurde. Durch diesen Verfall der Weinkultur in und um Frankfurt setzte der Boom des Apfelweins als Weinersatz ein. Dadurch, dass man in den um Frankfurt gelegenen Gebieten, wie etwa dem Odenwald, perfekte Bedingungen für den Apfelanbau findet, konnte die Erfolgsgeschichte des Apfelweins bis heute fortgesetzt werden. Auch konnte die Herstellung des Apfelweins im Laufe der Zeit immer weiter verbessert werden und so eine bessere Qualität erzielt werden.

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